Elektromobilität in Dingolfing

Mehr öffentliche Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet für Elektroautos und Elektrofahrräder

In der EU ist der Verkehrssektor für rund ein Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Umstellung des Verkehrs auf Strom aus erneuerbaren Energien stellt dabei in Kombination mit innovativen Antriebstechnologien ein zentrales Instrument der Energiewende dar. Elektroautos können neben der Senkung der CO2-Emissionen auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung lokaler Schadstoff- und Lärmemissionen leisten. Ihr volles Klimaschutzpotenzial können die Ladestationen durch die Nutzung von Ökostrom entfalten. 

 

Ladestationen - Bilder

Wandladestation der Stadtwerke Dingolfing in der Tiefgarage und Ladesäule auf der Kirtawiese

 

Ein zentraler Aspekt für deren Praxistauglichkeit ist die Bereitstellung von öffentlichen Ladestationen. Eine Hemmschwelle stellt nämlich für die Bürger immer noch die sogenannte Reichweitenangst dar. Während der Alltagsweg von durchschnittlich unter 40 Kilometern pro Tag mit Elektroautos sehr einfach zu bewältigen ist, so kann durch öffentliche Ladestationen auch für längere Strecken eine erhöhte Flexibilität und Sicherheit gewährleistet werden.

 

Um den Bürgern in Dingolfing einen besonderen Anreiz für den Umstieg zu bieten, wurden von der Stadtwerke Dingolfing GmbH und der Stadt Dingolfing in den letzten Jahren mehrere öffentliche Ladestationen in Betrieb genommen. Die Ladestationen werden mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. Die ersten Stationen, die in Dingolfing installiert wurden, waren die zwei Ladestation am Parkdeck beim Bahnhof mit insgesamt vier Ladepunkten. Anschließend kam eine Station in der oberen Stadt hinzu. Dabei handelt es sich noch um ein Pionierprojekt, das in Zusammenarbeit mit der SAR Elektronic GmbH umgesetzt wurde. Auch direkt am Rathaus wurde eine Station installiert. Im Sommer 2019 stellte man dann die ersten eichrechtskonformen Stationen in der Tiefgarage Zentrum, im Parkdeck Auenweg und auf der Kirtawiese auf. Eine weitere Station wurde im Sommer 2020 in der Tiefgarage in Teisbach in Betrieb genommen. Diese Stationen sind bereits voll abrechnungsfähig. Auch am Parkplatz des DONAUISAR Klinikums Dingolfing werden die Stadtwerke Dingolfing im Laufe des nächsten Jahres Ladestationen für Elektroautos errichten.

 

Ladestationen - Karte

Ladestationen für Elektroautos in Dingolfing – Eine Übersicht

 

Drei neue Schnellladestationen 

Weiterhin entstehen momentan drei Schnellladestationen in Dingolfing. Im Frühjahr 2021 wurden bereits zwei Schnellladestationen des Südtiroler Herstellers Alpitronic durch die Stadtwerke Dingolfing aufgebaut. Eine davon befindet sich in der Fischerei gegenüber des Skaterparks. Dort können zwei Schnellladevorgänge bis insgesamt 150 kW Ladeleistung und ein Normalladevorgang bis 22 kW parallel durchgeführt werden. Eine weitere Station wurde in der Rennstraße aufgebaut. An diesem Standort kann DC-seitig (Schnellladung mittels Gleichstrom) entweder mit dem CCS-Stecker, oder mit dem asiatischen CHAdeMO-Stecker mit bis zu 50 kW geladen werden. Aufgrund des Netzanschlusses ist hier nur ein Schnellladevorgang zeitgleich möglich. Parallel kann jedoch immer mit der AC-Dose (Normalladung mit Wechselstrom) geladen werden. Eine dritte Schnellladestation soll demnächst noch vor den Stadtwerken installiert werden.

 

Schnellladestation Rennstraße

Bürgermeister Armin Grassinger, Klimaschutzmanager Tobias Bauer und der technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Dingolfing Josef Maidl testen die neue Schnellladestation in der Rennstraße (Foto: Dingolfinger Anzeiger)

 

Wie bei allen anderen Ladestationen der Stadtwerke Dingolfing wird auch an den Schnellladern 100 Prozent Ökostrom genutzt. Die neuen Stationen werden durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

 

Bei der Platzierung der neuen Schnellladestationen im Innenstadtbereich ist das Ziel auch die Stärkung des regionalen Einzelhandels. Elektromobilisten können so auf ihrer Reiseroute eine Stromtankpause in Dingolfing einlegen und das vielfältige Angebot rund um den Innenstadtbereich wahrnehmen. Ein BMW i3 mit Schnellladefunktion bis 48 kW kann dabei beispielsweise (je nach Modell und Akkugröße) in 30 bis 45 Minuten geladen werden. Bei neueren Fahrzeugen mit höheren Ladeleistungen geht der Ladevorgang sogar noch schneller. Neben dem in Europa für die Schnellladung weit verbreiteten CCS-Stecker soll an mindestens einer Station auch ein CHAdeMO-Stecker integriert werden. Zusätzlich sind teilweise Typ-2 Stecker geplant, um zusätzlich noch eine Normalladung zu ermöglichen.

 

App ermöglicht Stromkunden der Stadtwerke günstiges Tanken im Ladeverbund+ Netz

Der Strom an den Ladestationen der Stadtwerke Dingolfing GmbH bleibt vorerst kostenlos. Dadurch soll ein weiterer Anreiz für die Bürger geboten werden, die Anschaffung eines Elektroautos in Erwägung zu ziehen. Ein Abrechnungssystem ist in Zusammenarbeit mit dem Ladeverbund+ dennoch bereits vorhanden und ermöglicht Stromkunden der Stadtwerke Dingolfing auch bei anderen teilnehmenden Stadtwerken preisgünstig zu laden. Die Stromkunden können sich in der App des Ladeverbund+ registrieren und so von den vergünstigten Tarifen bei den insgesamt 61 Mitgliedern in Bayern und Baden-Württemberg profitieren. Darunter sind unter anderem die Stationen der Stadtwerke Deggendorf und der N-ERGIE in Nürnberg. Die kompatiblen Stationen können unter www.ladeverbundplus.de/ladesaeulenfinder eingesehen werden.

 

E-Bike Ladestationen

Neben den Ladestationen für Elektroautos gibt es inzwischen auch an vier Standorten in Dingolfing öffentliche Ladestationen für Pedelecs (Umgangssprachlich E-Bikes genannt). Diese befinden sich am Rathaus, am Bewegungspark, vor dem Bruckstadel und vor dem Museum. An den Stationen ist sowohl eine Direktladung an je vier Außensteckdosen, als auch eine Ladung der Akkus in sechs abschließbaren Fächern möglich.

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