Energieeffizienznetzwerk Niederbayern – Dingolfing ist dabei

Im Juli 2020 haben neun niederbayerischen Kommunen sowie drei niederbayerischen Landkreisen an der Hochschule Landshut das kommunale „Energieeffizienznetzwerk Niederbayern“ gegründet. Neben der Stadt Dingolfing, die in der Auftaktveranstaltung durch Klimaschutzmanager Tobias Bauer vertreten war, nehmen an dem Netzwerk die Städte Landshut und Pfarrkirchen, die Verwaltungsgemeinschaft Ergoldsbach, die Gemeinden Loiching und Tiefenbach, die Märkte Wallersdorf, Pfeffenhausen und Essenbach sowie die Landkreise Landshut, Dingolfing sowie Rottal-Inn teil. Koordiniert wird das Netzwerk durch das Institut für Systemische Energieberatung (ISE) an der Hochschule Landshut.

 

Energieeffizienznetzwerk Niederbayern

Netzwerkträger des ISE und Mitglieder des Energieeffizienznetzwerks Niederbayern (Foto: Hochschule Landshut)

 

Energieeffizienz und Klimaschutz als Ziel

Ziel des Netzwerks ist es unter anderem, einen breiten Erfahrungsaustausch zu Fragen der Energieeinsparung und des Klimaschutzes anzustoßen. Die Mitglieder des Netzwerks versprechen sich von ihrer Teilnahme aber auch, mehr Transparenz über den Energieverbrauch der eigenen kommunalen Liegenschaften zu erhalten, Potenziale zu identifizieren, Ziele zu definieren und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs umzusetzen. Insgesamt werden so künftig der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen der teilnehmenden Kommunen gesenkt.

 

Prof. Dr. Petra Denk, Leiterin des Instituts für Systemische Energieberatung GmbH (ISE), stellte die Netzwerkarbeit vor. Sie freue sich über das große Interesse der Kommunen und Landkreise: "Dadurch, dass alle teilnehmenden Kommunen/Landkreise in der Region liegen, kann eine intensive Vernetzung stattfinden, die auch über die Zeit der geförderten Netzwerkphase hinaus besteht und von der die Kommunen/Landkreise nachhaltig profitieren können."

 

Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung - Energieeffizienznetzwerk

Frau Prof. Dr. Denk und der Dingolfinger Klimaschutzmanager Tobias Bauer beim Unterzeichnen der gemeinsamen Erklärung (Foto: Hochschule Landshut)

 

Individuelle energietechnische Beratung

Zu Beginn der Netzwerkarbeit stand dabei eine Analyse des Energieverbrauchs ausgewählter kommunaler Liegenschaften und die Identifikation von Einsparpotenzialen durch die energietechnischen Berater des ISE. Hierbei wurden Ende 2020 zehn kommunale Liegenschaften in Dingolfing ausgewählt, bei denen in bestimmten Bereichen ein Potenzial zur energetischen Optimierung gesehen wurde. Diese Liegenschaften wurden jeweils bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin sowie durch umfangreiche Datensammlung und -aufbereitung umfassend analysiert. Im Anschluss wurden durch das ISE Befundberichte erstellt, in denen jeweils Maßnahmen zur Sanierung und Optimierung ausgearbeitet wurden. Dabei wurden neben der Gebäudehülle auch die Anlagentechnik und die damit verbundenen Einstellparameter (z.B. Absenkzeiten und Heizkreistemperaturen) unter die Lupe genommen.

 

Auf dieser Basis wurden im Frühjahr 2021 individuelle Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs entwickelt und anschließend ein gemeinsames Netzwerkziel definiert. Dabei konnten die Kommunen ihre individuellen Schwerpunkte selbst festlegen. Bei der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen unterstützt das ISE durch kontinuierliche und neutrale energietechnische Beratung.

 

Nachhaltige Vernetzung

Während der Netzwerkphase finden vierteljährlich Netzwerktreffen statt, bei denen sich die Netzwerkbeauftragten der Kommunen/Landkreise zu praktischen Fragen des kommunalen Energiemanagements austauschen und ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Maßnahmen teilen können. Zusätzlich erhalten sie Expertentipps und Schulungen durch fachkundige Referenten. Zum Abschluss der Veranstaltung unterzeichneten alle teilnehmenden Kommunen und Landkreise die gemeinsame Erklärung zur Netzwerkarbeit. Das Energieeffizienznetzwerk sei eine Chance, als Kommune mit gutem Beispiel voranzugehen und die eigenen Energieverbräuche noch stärker zu fokussieren, so Bürgermeister Armin Grassinger. Ein kontinuierlicher Optimierungsprozess sei hier maßgeblich relevant.

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