Kleine Bienen, große Wirkung

Im zweiten Teil der Mitmachreihe Klimaschutz 2026 drehte sich alles um Wildbienen
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Im Rahmen der Mitmachreihe „Klimaschutz 2026“ der Stadt Dingolfing ging der zweite Veranstaltungsteil kürzlich mit einem Thema weiter, das oft übersehen wird und doch eine zentrale Rolle spielt: Wildbienen und ihre Bedeutung für die Biodiversität. Die Aktion ist Teil des Programms zum 775-jährigen Stadtjubiläum und wurde gemeinsam mit dem Imkerverein Dingolfing organisiert.

Das Interesse war erneut groß: Mit 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller Altersgruppen war auch dieser Termin vollständig ausgebucht. Klimaschutzmanager Salzinger begrüßte die Gruppe und stellte die vielfältigen Maßnahmen der Stadt zur Förderung der Artenvielfalt vor, von Streuobstwiesen über Wasserbecken für Amphibien bis hin zu artenreicher Begrünung im Straßenraum und in der Innenstadt.

Warum man Bienen helfen sollte

Lebendige Einblicke in die Welt der Wildbienen gab Wolfgang Schmidbauer, Vorstand des Imkervereins. Er wurde dabei unterstützt von Sonja und Christian Biberger. Schon zu Beginn wurde deutlich, wie faszinierend vielfältig diese Tiergruppe ist: Über 500 Wildbienenarten gibt es allein in Bayern, die meisten leben ganz anders als Honigbienen. „Viele sind Einzelgänger und brauchen ganz spezielle Lebensräume. Genau deshalb ist es so wichtig, ihnen gezielt zu helfen“, erklärte Schmidbauer.

Nach der Einführung machte sich die Gruppe auf den Weg zum Wildbienenhaus an der Isar. Dort wurde anschaulich vermittelt, dass ein Insektenhotel allein nicht genügt, um Wildbienen anzulocken. Entscheidend sei ein reichhaltiges Angebot an passenden Blütenpflanzen in der Umgebung. Beim geöffneten Wildbienenhaus konnten die Teilnehmenden beobachten, wie einige Bienen noch in ihren Niströhren verweilten und kurz vor dem Schlüpfen standen. Ergänzt wird der Standort durch ein Sandarium, eine speziell angelegte, offene Sandfläche, und Totholzhaufen. Diese bieten wertvolle Lebensräume für zahlreiche Insektenarten.

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Zurück im TZ PULS wurde es dann praktisch: Unter Anleitung bauten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Insektenhotels. Dabei setzten sie Boden, Wände und Dach zusammen und befüllten die Kästen anschließend mit Hartholz, Bambusröhrchen und Tannenzapfen. So entstanden individuelle Nisthilfen für den eigenen Garten.

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